ANKLÄNGE – Werkgruppe
Mit „Anklänge“ setzt Joe Wagner die malerische Untersuchung von Sichtbarkeit,
Erinnerung und körperlicher Präsenz fort, verschiebt jedoch die innere Tonlage.
Während in „Fragmente des Körpers“ das Bild in Spur, Rest und Auflösung überging,
entsteht hier eine andere Bewegung: Figur bleibt nicht nur Nachbild, sondern wird erneut
Träger von Spannung, Widerstand und Gegenkraft.
Die Arbeiten interessieren sich für Momente, in denen etwas im Bild aufscheint,
sich behauptet und zugleich wieder entzieht.
Farbe ist dabei nicht Illustration, sondern Energiezustand.
Warme und kühle Zonen stehen nicht dekorativ gegeneinander, sondern erzeugen ein
psychisches Feld, in dem Auftauchen, Reibung und Rückzug gleichzeitig wirksam werden.
Das Bild bleibt offen, aber nicht passiv; es trägt Richtung, Verdichtung und Widerstand.
ANKLÄNGE II – Körperlage und Farbdruck
Mit „Gegenfall“ verschiebt sich die Bildsprache von
„Anklänge“ in eine neue Körperlage.
Die Figur bleibt spürbar, wird jedoch stärker von Farbe bedrängt,
gehalten und mitgeformt.
Aus Gegenkraft wird Farbdruck; aus Präsenz wird ein Körper im Kippen.